Die Fellbach Flashers müssen sich auch im zweiten Auswärtsspiel der Saison geschlagen geben. Bei den Dragons Rhöndorf unterliegen die Fellbacher deutlich mit 57:72 und finden sich damit vorerst im Tabellenmittelfeld der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd wieder.
Nach gerade einmal fünf Saisonspielen haben die Flashers bereits eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich. Auf zwei souveräne Heimsiege folgte ein dramatischer Overtime-Krimi, ehe die Fellbacher im Derby eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten. Die Partie in Rhöndorf setzte dieser wechselhaften Phase nun einen weiteren Dämpfer auf.
Dass die Dragons zu den stärkeren Mannschaften der ProB Süd zählen, steht außer Frage. Dennoch war der Auftritt der Flashers alles andere als überzeugend. Lediglich acht Assists, eine Dreierquote von gerade einmal 19 Prozent und sage und schreibe 25 Ballverluste sprechen eine deutliche Sprache. Mit einer solchen Fehlerquote und zu wenig Zusammenspiel wird es schwer, auf diesem Niveau Spiele zu gewinnen.
Dabei hielten die Fellbacher zunächst gut dagegen und entschieden das erste Viertel knapp mit 20:19 für sich. Im zweiten Abschnitt übernahmen jedoch die Gastgeber zunehmend die Kontrolle und sicherten sich das Viertel mit 12:8. Auch nach der Halbzeit blieben die Flashers trotz zahlreicher Ballverluste zunächst in Schlagdistanz. Im Schlussviertel brachen die Fellbacher dann allerdings endgültig ein: Mit 10:27 ging der letzte Spielabschnitt deutlich an die Dragons, die damit den 72:57-Heimsieg perfekt machten.
Für Head Coach Kris Borisov und seinen Assistenten Cyril Dasilva gilt es nun, schnell die richtigen Stellschrauben zu finden und die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Noch ist die Saison jung, doch um den Anschluss an die Playoff-Plätze nicht frühzeitig zu verlieren, braucht es zeitnah eine Reaktion.
Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Samstag. Dann empfangen die Flashers die Löwen aus Erfurt zum nächsten Heimspiel. Dass es vor heimischem Publikum bislang deutlich besser läuft, macht Hoffnung. Nun gilt es, die Köpfe freizubekommen, die Fehler abzustellen und als Mannschaft wieder geschlossen aufzutreten.
Die Frage ist, ob den Fellbachern vor heimischer Kulisse der Turnaround gelingt. Die nächste Chance, eine Antwort auf dem Court zu geben, kommt bereits in wenigen Tagen.
Für die Flashers spielten:
Dmonte Brown (23 Punkte), Jonathan Zeisberger (10), Daniel Zacek (6), Dennis Diala (5), Thomas Billinger (5), Jason Edokpayi (4), Best Otakho (2), Jonathan Gerlinger (2), Marko Lavrić und Silver Bieling.
