Mit einem souveränen 98:81-Heimsieg gegen die Basketball Löwen Erfurt melden sich die SV Fellbach Flashers nach zwei Auswärtsniederlagen zurück. Den Grundstein für den Erfolg am 5. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd legten die Gastgeber mit einem starken Schlussspurt vor der Pause.
98:81 (20:17, 29:21, 30:20, 19:23) leuchtete am Samstag zum Spielende von der Anzeigetafel der Gäuäckerhalle. Entscheidend für den Heimsieg der Fellbach Flashers gegen die Basketball Löwen Erfurt waren jedoch die letzten zwei Minuten vor der Halbzeit. Jasper Brand, der an diesem Abend ohne Fehlwurf blieb, hatte gerade seinen dritten Dreier versenkt, Ilias Amin per Korbleger auf 37:41 verkürzt. Die Zuschauer ahnten, dass die Partie noch einmal kippen könnte.
Doch die Flashers hatten die passende Antwort parat: Marko Lavrić verwandelte zweimal spektakulär per Dunk nach Pässen von Dmonte Brown. Dann legte Silver Bieling per Korbleger nach und traf schließlich auch noch mit der Schlusssirene aus der Mitteldistanz. Ein 8:1-Lauf in nur 125 Sekunden brachte die Gastgeber so mit 49:38 in die Kabine – und lieferte die Grundlage für einen Heimsieg, mit dem die Flashers nach den Niederlagen in Reutlingen und Rhöndorf wieder in die Erfolgsspur zurückfanden.
Dabei waren die Gäste von Head Coach Leif Ibrahim besser in die Partie gestartet. Amin verwandelte die ersten beiden Würfe der Erfurter, nach einem Dreier von Anthony Watkins lag Erfurt mit 9:8 vorne. Die Antwort der Flashers kam aus der Zone: Center Marko Lavrić erzielte sieben Punkte im ersten Viertel und half seinem Team, die Führung zu übernehmen. Nach zehn Minuten stand es 20:17.
Wie die Gastgeber anschließend davonzogen, zeigte sich gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts. Daniel Zacek eröffnete das Viertel mit zwei Dreiern, Dmonte Brown punktete dazwischen per Korbleger, Thomas Billinger traf ebenfalls von außen – nach knapp drei Minuten führten die Flashers mit 31:19. Die Würfe waren nicht erzwungen, sondern herausgespielt. Das unterstrich auch die Statistik: 22 Assists bei 35 Feldtreffern, acht davon durch Brown, der zudem fünf Steals verbuchte.
Auch die Wurfquoten spiegelten den gelungenen Auftritt wider: 56 Prozent aus dem Feld, 65 Prozent aus der Nahdistanz und elf verwandelte Dreier bei 26 Versuchen. Nach dem starken Saisonstart mit drei Siegen und den anschließenden Rückschlägen in der Fremde fanden die Flashers damit auch offensiv wieder zu ihrem Rhythmus.
Nach dem Seitenwechsel ließen die Gastgeber keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie aufkommen. Auf einen Dunk von Léonar Fliege antworteten Brown, Zacek und Zeisberger mit sieben Punkten in Serie zum 56:40. Silver Bieling legte innerhalb von nur 31 Sekunden zwei Dreier zum 77:57 nach. Nach einem Korbleger von Jason Edokpayi wuchs der Vorsprung auf 22 Punkte an – die höchste Führung des Abends. Mit 79:58 ging es ins Schlussviertel.
Dort kamen die Erfurter zwar noch einmal auf 23:19 heran, ernsthaft in Gefahr geriet der Fellbacher Erfolg aber nicht mehr. Head Coach Kris Borisov nutzte den komfortablen Vorsprung, um seiner Bank zusätzliche Spielzeit zu geben. Anthony Watkins erhöhte sein Punktekonto mit zwei späten Dreiern auf 20 Zähler. Daniel Zacek setzte als Topscorer des Abends mit seinem fünften und sechsten Dreier zum 89:70 und 94:72 jedoch die passenden Antworten und erstickte jede Hoffnung auf eine Aufholjagd im Keim.
Auch unter den Körben hatten die Flashers Vorteile. Das Rebound-Duell entschieden sie mit 38:27 klar für sich, darunter zwölf Offensivrebounds, die zusätzliche Wurfchancen ermöglichten. Zudem brachten ihnen 27 Erfurter Fouls insgesamt 24 Freiwürfe ein. Ein Wermutstropfen blieb allerdings: 23 Ballverluste waren nur zwei weniger als zuletzt in Rhöndorf. Gegen Gegner, die daraus konsequent Kapital schlagen, könnte diese Schwäche noch teuer werden.
Mit nun vier Siegen aus sechs Spielen und acht Punkten stehen die Flashers auf Rang sieben der Tabelle – punktgleich mit den Teams auf den Plätzen drei bis sechs. Der Heimsieg gibt Rückenwind für die nächste Aufgabe, die erneut auswärts wartet.
Für die Flashers spielten:
Daniel Zacek (18 Punkte), Marko Lavrić (17 Punkte, 6 Rebounds), Dmonte Brown (16 Punkte, 8 Assists, 5 Steals), Silver Bieling (13 Punkte), Jason Edokpayi (13 Punkte), Jonathan Zeisberger (9 Punkte), Dennis Diala (5 Punkte, 9 Rebounds), Jonathan Gerlinger (4 Punkte), Thomas Billinger (3 Punkte).
