Die Bayern kommen

Bild: Davide Di Giovanni

Am kommenden Samstag wartet auf die SV Fellbach Flashers die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Mit dem FC Bayern Basketball II gastiert eines der spannendsten Nachwuchsteams der Liga in der Gäuäckerhalle.

Die Münchner reisen mit einer relativ ausgeglichenen Bilanz von drei Siegen und vier Niederlagen nach Fellbach. Zuletzt gelang dem Team ein 83:73-Heimerfolg gegen Speyer. Die bisherigen Niederlagen, darunter auch die Partie gegen das Spitzenteam aus Leverkusen, fielen allerdings allesamt knapp aus. Die Ergebnisse zeigen: Die Bayern sind ein unangenehmer Gegner, der jederzeit in der Lage ist, auch gegen die Topteams der Liga zu bestehen.

Anders als bei vielen Nachwuchsmannschaften wurde der Kader im Vergleich zur Vorsaison weitgehend zusammengehalten. Die jungen Talente haben sich individuell weiterentwickelt und machen inzwischen auch in der ProB einen deutlichen Schritt nach vorne. Zu den aktuell erfolgreichsten Scorern zählen Niko Jerkić (19 Jahre, 19,1 Punkte pro Spiel), Caspar Vossenberg (17 Jahre, 11,3 Punkte pro Spiel) und Desmond Yiamu (20 Jahre, 9,3 Punkte pro Spiel). Doch die Münchner zeichnen sich in dieser Saison nicht nur durch ihre individuelle Qualität aus. Besonders die Kadertiefe und die körperliche Robustheit machen das Team schwer ausrechenbar. Gerade Kilian Fischer und Kilian Dück finden sich zunehmend besser im körperbetonten Spiel der ProB zurecht. 

Darüber hinaus konnte bereits die nächste Generation vielversprechender Talente auf sich aufmerksam machen. Dazu gehört beispielsweise der erst 16-jährige Roko Jerkić, der aktuell durchschnittlich elf Punkte pro Partie erzielt.

Das Vertrauen von Head Coach Emir Mutapčić in seinen Kader ist entsprechend groß. Der erfahrene Coach setzt konsequent auf die Entwicklung seiner Nachwuchsspieler. Auf klassische Leistungsträger in Form von Importspielern wird dabei bewusst verzichtet. 

Ganz anders stellt sich die aktuelle Personal-Situation bei den Fellbachern dar. Nach dem Abgang von Best Otakho, der sich einem ProA-Team in Köln angeschlossen hat, und der Verletzung von Topscorer Dmonte Brown ist die personelle Situation deutlich angespannter als noch zu Saisonbeginn.

Head Coach Kris Borisov und sein Assistent Cyril Dasilva können derzeit lediglich auf neun einsatzfähige Spieler zurückgreifen. Besonders der Ausfall von Dmonte Brown wiegt schwer. Nach seiner Verletzung im Spiel gegen Erfurt hoffen die Flashers derzeit auf eine Rückkehr im Laufe des Januars. Eine Nachverpflichtung wird deshalb sowohl vom Management als auch vom Trainerteam geprüft, um die personellen Möglichkeiten für die kommenden Wochen zu erweitern.

Dass sich die Mannschaft trotz dieser schwierigen Voraussetzungen nicht verstecken muss, hat sie zuletzt eindrucksvoll bewiesen. Beim überzeugenden 91:56-Auswärtssieg gegen die Porsche BBA Ludwigsburg präsentierten sich die Flashers als geschlossene Einheit und zeigten, dass die Formkurve nach den beiden Niederlagen wieder deutlich nach oben zeigt. Gerade diese mannschaftliche Geschlossenheit wird auch gegen die Bayern gefragt sein. Denn die Münchner verfügen über genügend Qualität und Tiefe, um über 40 Minuten hohen Druck auszuüben.

Die Zuschauer dürfen sich am Samstag auf ein Duell zweier Mannschaften freuen, die auf unterschiedliche Weise für attraktiven Basketball stehen. Die Flashers wollen ihre bislang makellose Heimbilanz verteidigen und den positiven Trend aus Ludwigsburg bestätigen. Die jungen Bayern-Talente wiederum werden alles daransetzen, ihre individuelle Klasse auch in Fellbach unter Beweis zu stellen.

Tip-off ist am Samstag, 7. November 2026, um 17:30 Uhr in der Gäuäckerhalle I. Wer nicht live vor Ort dabei sein kann, hat wie gewohnt die Möglichkeit, die Partie über unseren Medienpartner SportEurope.TV im Livestream zu verfolgen.

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