Ein Sieg des Willens

Foto: Davide Di Giovanni

Am Samstagabend lieferten sich die SV Fellbach Flashers und die VR-Bank Würzburg Baskets Akademie ein hochspannendes und bis zur letzten Sekunde umkämpftes Spiel. Am Ende behielten die Flashers knapp mit 89:87 die Oberhand und sicherten sich damit den dritten Tabellenplatz der BARMER 2. Bundesliga Pro B Süd der regulären Saison 2025/26.

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, in der beide Mannschaften offensiv Akzente setzen konnten. Die Gäste aus Würzburg zeigten sich besonders treffsicher und hielten das Spiel über weite Strecken ausgeglichen, was auch das Ergebnis zur Halbzeit widerspiegelte (46:42).  Bei den Flashers fehlten mit Butler, Kolev, Golder und Davis gleich vier wichtige Akteure neben dem Langzeitverletzten Mikey De Sousa. Die Würzburger dagegen, die schon vor der Partie als sportlicher Absteiger feststanden, spielten frei auf und beeindruckten durch ihre Athletik. Manch einer wunderte sich da, wieso die Würzburger absteigen konnten – bei dem deutlich vorhandenen Talent und der Athletik, gepaart mit einer soliden Größe. Vor allem der agile Lukas Roth (19 Punkte) und die Big Men Clemens Sokolov (18 Punkte, 13 Rebounds) und David Gerhard (16 Punkte) sorgten immer wieder für wichtige Akzente im Offensivspiel. Die Flashers agierten gewohnt stark in der Defensive – trotz der am Ende 87 kassierten Punkte – hatten am Ende der Partie 20 Steals und zwangen die Würzburger so indirekt zu insgesamt 25 Turnover. 

Durch die zwangsweise kleinere Rotation war es klar, dass es eines echten Kraftaktes bedurfte, um das Spiel für sich zu entscheiden. Ende des dritten Viertels führten die Gäste mit 56:67 und nicht viel deutete darauf hin, dass die Flashers die Partie noch einmal drehen würden. Doch dann zeigte sich, wie so oft bei diesem Team der Flashers, dass sie einen enormen Siegeswillen besitzen. Bis Mitte des vierten Viertels führten die Flashers wieder mit 80:71. Das hohe Tempo und die Intensität zollten jedoch ihren Tribut. Durch einige Unkonzentriertheiten schaffte es Würzburg kurz vor Spielende, in die Partie zurückzukommen und gar auszugleichen. Beim Stand von 87:87 und noch 26 Sekunden zu spielen, ließen die Fellbacher die Schussuhr nahezu auslaufen und Mateus Rodrigues sorgte mit einem starken Mid-Range Fadeaway Jumper für die Entscheidung. Damit krönte er nicht nur seine gute und kämpferische Leistung an diesem Abend, sondern die des gesamten Teams. Jetzt gilt es, die positive Energie mitzunehmen, die angeschlagenen Spieler fit zu kriegen und dann zu zeigen, dass man dieses Jahr auch in den Playoffs ein Wörtchen mitreden will.

Für Fellbach fighteten:
Nik Schlipf (23 Punkte, 10 Assists), Mateus Rodrigues (20 Punkte), Tyseem Lyles (18 Punkte, 12 Rebounds, 7 Steals), Jakob Hanzalek (9 Punkte, 6 Assists), Nelson Okafor (9 Punkte), Jonathan Gerlinger (8 Punkte), Thomas Billinger (2 Punkte), Wilko Dickgiesser (DNP)